Ich bin mittlerweile ein kleiner AirTag Fanboy geworden, ich gebe es zu. Ein AirTag an meinem Schlüssel war die beste Idee überhaupt, zu oft liegt, bzw. hängt der nicht da, wo er hängen sollte. Was mir immer abging, war eine ähnliche Lösung für meinen Geldbeutel. Ich habe verschiedene Sachen getestet, gerade mit dem Paprcuts mit integriertem Schlüsselanhänger was ich habe. Das geht zwar, trägt auch etwas angenehmer auf als den Airtag mit so einem Kartendummy da rein zu stopfen, aber optimal ist das nicht.

Allgemeines Link to this heading

Auch andere Tricks aus dem 3D Drucker, auch mit reinen Karten-Wallets (wie man auch immer die Dinger ala Ridgewallet und co. korrekt nennt), aber wirklich glücklich war ich nie damit. Dafür haben wir in Deutschland auch einfach zu viel Kleingeld. Dank der Werbung für ein Kickstarter Projekt eines anderen Produkts, bin ich dann zufällig auf den Seinxon Wallet Finder gestoßen. Kein Reflink o.ä., ich habe das Teil auch zu 100% von meinem Geld bezahlt und die wissen auch nix von dem Text hier. Shipping hat für Chinaware ungewohnt lange gedauert, bestellt habe ich am 31. Mai, am 03. Juli war der Gerät schließlich bei mir.

Einrichtung Link to this heading

Die Einrichtung verlief etwas Problembehaftet, wobei hier zu 100% ich schuld bin. Bzw. der Teil von mir, der die iOS17 Dev-Beta installiert hat. Hier gibt es nämlich anscheinend einen Bug bei dem Pairen von neuen ‘Wo ist’ Geräten. Mein iPhone SE von der Arbeit wollte auch nicht so recht, und ich habe versucht, anhand der beiliegenden Papier-Anleitung zwischen den Modi zu wechseln. Das Teil kann nämlich beides, sowohl Apple, als auch Android. Den Android Part lasse ich hier aber mal weg, sorry 😉 Wenn ihr euch das Ding auch bestellt, vergesst bitte die Papier-Anleitung. Es gibt dazu wirklich sehr gut gemachte Anleitungsvideos. Danach nochmal neu umgestellt und mit meinem iPad ging dann das Pairing problemlos. Hier müsst ihr einfach in der ‘Wo ist’ App dann ‘Anderes Objekt hinzufügen’ auswählen. Benamung etc. ist das gleiche wie bei einem AirTag.

Eigenschaften Link to this heading

Was mir an dem Seinxon Kollegen sehr gut gefällt, ist die Möglichkeit den integrierten Akku wieder aufzuladen. Dafür ist ein kleiner Clip mit USB-C Anschluss und ein paar LEDs dabei. Dieser drückt dann einfach mit zwei Pogo-Pins auf zwei Kontakte auf der Karte. Für leichtere Ausrichtung sind hier auch zwei kleine Haltenasen mit angebracht, die hab ich natürlich beim ersten mal übersehen und versucht die Pins irgendwie so auf den Kontakten zu platzieren. Die Karte hat auch mehrere LEDs integriert, zum einen das Logo, welches mit blauem blinken den Verbindungsmodus angibt und bei suchen dann grün blinkt. Außerdem ist neben dem Power-Button noch eine LED, die anscheinend den Ladestatus angibt. Da meine Karte grade auf 100% steht, leuchtet diese ebenfalls grün. Ich vermute hier einmal, das bei geringerem Ladestand dann auch rot zum Einsatz kommt. Einen Lautsprecher wie die AirTags hat die Karte ebenfalls, gerade für die Suchfunktion.

Hier wird ein anderer Ton abgespielt als bei den AirTags, dieser erinnert etwas an batteriebetriebene Grußkarten. Außerdem wird hier die Wiedergabe nicht automatisch nach ein paar Sekunden gestoppt, ihr habt also mehr Zeit um euren Kram zu suchen, ohne andauernd neu den Ton anstoßen zu müssen. Von der Lautstärke würde ich sagen sind die beiden sehr ähnlich, mit Schlüssel und Geldbeutel im Flur kommen beide im Büro in etwa gleich laut an. Die allgemeine Größe ist identisch mit der klassischen Karten-Größe, sie ist nur etwas dicker mit knapp 1.5mm. Aber immer noch deutlich angenehmer als ein kompletter AirTag 😉

Einen Nachteil hat das ganze aber, der Wallet Finder scheint kein Ultrawideband zu unterstützen. Die von den AirTags bekannte Funktion die Position anhand des UWB Signals anzeigen zu lassen, gibt es hier leider nicht. Aber ich würde fast behazupten, der Ton ist hier ausreichend. Für den Schlüsselbund würde ich allein schon der Größe halber bei den AirTags bleiben.

Fazit Link to this heading

Alles in allem, für 30€ eine gute Alternative. Andere Tracker wie Tile gibt es ja schon deutlich länger, aber da hier ja auf Geräte mit der ebenfalls installierten Hersteller-App gesetzt wird (so wie das die Seinxon Android App auch machen wird), ist das für mich noch nie wirklich eine Alternative gewesen. Gerade die Anbindung an sämtliche (quasi) iPhones macht die AirTags ja so attraktiv. Ein weiterer Minuspunkt zur Android Version, hier ist ein Accound beim Hersteller erforderlich, ansonsten könnt ihr die Karte nicht hinzufügen.